Was bedeutet Lerntherapie?

Eine lerntherapeutische Förderung schafft grundlegende inhaltliche und psychische Voraussetzungen für einen Neuanfang im Lernen. Sie ist nicht mit Nachhilfe zu verwechseln, die aktuelle Wissenslücken bearbeitet, aber bei Kindern mit Lernstörungen keine nachhaltigen Auswirkungen hat. Obwohl Lerntherapie unabhängig vom Unterrichtsstoff ist, kooperieren die Lerntherapeutinnen bei Bedarf mit der Schule Ihres Kindes.

Da jedes Kind mit anderen Vorkenntnissen und anderen individuellen Lern­schwierigkeiten zu uns kommt, sieht die Therapiestunde auch bei jedem Kind unterschiedlich aus. Ausgehend von einer individuellen Diagnostik werden zusammen mit Ihrem Kind und Ihnen realistische Therapieziele besprochen. Ziel der Lerntherapeuten ist auf jeden Fall, dass sich die Sichtweise Ihres Kindes zum Positiven ändert, es soll seine Stärken und das, was im Zusammenhang mit dem Lernen bei ihm gut funktioniert, stärker als bisher wahrnehmen. Nicht selten wirkt sich das positiv auf das Verhalten Ihres Kindes in der Schule und den Schulerfolg aus.

Gemeinsam ist den meisten Lerntherapiestunden, dass die Therapeutin Ursachen für fehlendes Verständnis oder versäumte Lernprozesse zu erkennen versucht. Mit verschiedenen Methoden wird daran gearbeitet, dieses Verständnis aufzubauen und die Lernschritte nachzuholen oder auszugleichen. Von Stunde zu Stunde muss dann durch kontinuierliches Üben das Gelernte so gefestigt werden, dass es später automatisch abgerufen werden kann. Um den Automatisierungsprozess nicht auf ein stures Päckchenrechnen bzw. Recht­schreibübungen zu reduzieren, bieten sich Lernspiele an. Lernen mit positiven Gefühlen und Spaß ist erfolgreicher! Diese Spiele müssen genau zum Lernstand passen, nicht von strategischen Überlegungen beherrscht werden und die Gewinnchancen sollten weitgehend vom Spielglück und weniger vom Können des Kindes abhängen. Gerade für Kinder, die Misserfolge aufgrund mangelnden Könnens befürchten müssen, ist das besonders wichtig, damit ihre Motivation für das Lernen erhalten bleibt.

Natürlich reichen zwei Therapiestunden pro Monat alleine nicht aus, um den Automatisierungsprozess zu schaffen. Ihre Mitarbeit ist gefragt, nur Sie können dafür sorgen, dass Ihr Kind zu Hause mit genauso viel Freunde wie in der Therapiestunde weiterlernt. Dafür werden Ihnen zahlreiche Übungsvorschläge, Spiele und Materialien mit nach Hause gegeben, die Sie nach Absprache mit der Therapeutin zu Hause mit Ihrem Kind durchführen sollten.

Sollte der tägliche Kampf um die Hausaufgaben und das Üben für die näch­ste Klassenarbeit das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Kind belasten, werden die Lerntherapeutinnen Sie gerne beratend unterstützen. Daher sollten Sie Ihre Kinder auf jeden Fall zur Lerntherapie begleiten, damit am Empfang oder Ende der Stunde  eine Beratungsmöglichkeit besteht.

Wir sind für Sie da!

Problemfelder

  • Schulleistungsstörungen
  • Seelische Verletzungen (Traumatisierungen)
  • Depressionen
  • Psychosen
  • Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)
  • Angst- und Zwangserkrankungen
  • Essstörungen
  • Beziehungs- und Bindungsstörungen
  • Körperliche Symptome als Ausdruck seelischer Not
  • Aufmerksamkeitsstörungen mit/ohne Hyperaktivität
  • Entwicklungsstörungen
  • Lese-Rechtschreibschwäche
  • Störungen des Sozialverhaltens

Methoden und Therapien

  • Kinder- und jugendpsychiatrische Gesprächs- und Spieltherapie
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Psychotherapiegruppen zur Verbesserung der sozial-emotionalen Kompetenz, Selbstsicherheit, Stressbewältigung, Selbststeuerung
  • Autismustherapie
  • Teilleistungsförderung
  • Entspannungsverfahren (z. B. Autogenes Training, progressive Muskelrelaxation)
  • Neurofeedback
  • Familienberatung, Familientherapie (Kurzzeittherapie)
  • Behandlung von Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen, ADHS
  • Medikamentöse Psychopharmakotherapie

Therapeuten in unserer Praxis

  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
  • Lerntherapeuten
  • Gesprächstherapeuten
  • Diplom-Pädagogen
  • Ergotherapeuten
  • Logopäden
  • Psychotherapeuten
  • Heilpädagogen
  • Sozialpädiater
  • Heilpraktiker für Psychotherapie
  • Dyskalkulie- und Lese-Rechtschreib-Therapeuten
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